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Wieso... sollte auch nicht zugegeben werden, daß am Anfang der Zweifel stand? Gott ist tot. Die Engel sind gefallen. Und der Teufel ist zur Hölle gefahren. Zeit also, um einmal nach der Wahrheit fragen zu dürfen.

Doch... ... wie auch im richtigen Leben üblich, ist wohl erst noch so eine "Frauengeschichte" zu klären.

Naja, solange das noch ausgefochten wird, können wir ja mal einen Blick auf die Anfänge von RotKäppchen werfen..."

Soviel erst einmal dazu.

Die erste Geschichte vom Roten Käppchen entstand 1999 bzw. 2000 als Bestandteil des Comics "Die Banalität des Blöden". In diesem tatsächlich ersten Comic in Heftstärke war "Die Wahrheit über Rotkäppchen" Bestandteil neben Sachen wie "Die kranke Anke" und "Kommissar Blodwurst", allesamt lustige Klischeebedienungen. Rotkäppchen war gegenüber den anderen Geschichten jedoch von vorneherein als Fortsetzung angelegt und bekam damit im wesentlichen nur den Status einer Introduktionsgeschichte ab.

Inzwischen ist dann wohl auch der Cat-Fight zu Ende. Und das heißt:

Rotkäppchen II wurde pünktlicht zur Veröffentlichung von "Annokatalikatokoordinasei III" im Jahr 2004 fertiggestellt. Es war damit noch kein eigener Comic, ebend wieder nur eine Geschichte neben anderen ("Biowaffen", "Fiuns Reise", "Das Amulett des Hernin" und "Kim"), doch wurde es endlich eine etwas längere Erzählung. Und andererseits kamen diesmal die anderen Geschichten von anderen Zeichnern, allesamt Mitglieder des Comic-Kurses "Freunde von Melissa".

Die Geschichte selbst verlief immer noch eindimensional gerade aus, doch finden sich hier bereits Charaktere angelegt, die durchaus früher oder später noch einmal auftauchen könnten. Inhaltlich wurden auch einige metaphysische Elemente in die Erzählung geworfen, was zwar durchaus durch das Publikum honoriert wurde, mich aber in das Dilemma stürzte, nicht mehr so recht zu wissen, ob Rotkäppchen nun als witzige Geschichte bspw. á la "Slayers" (Shoko Yoshinka und Hajime Kanzaka) oder als ein sinnsuchendes, philosophisch angereichtes Abenteuer wie bspw. "Battle Angel Alita" ("Last Order"-Serie von Yukito Kishiro) angelegt sein soll. Wegen der ziemlich ausufernden Beschäftigung mit "Joe P." ist dieser Konflikt - selbst bei vorliegendem Teil III von Rotkäppchen - immer noch nicht wirklich gelöst. Ich bin eben kein Douglas Adams (Per Anhalter durch die Galaxis) und kein Masamune Shirow bzw. Mamoru Oshii ("Ghost in the Shell").

Aber seht es euch selbst an:

Zwei Jahre später, also 2006, erschien im "Anno IV" dann die Fortsetzung "Rotkäppchen III". Dieser folgte in der Darstellung schon dem zweiten Teil, doch wurden hier zum erstenmal eigene computergemachte Raster eingesetzt. Ehrlich gesagt bin ich über die Qualität dieser nicht besonders glücklich, und dennoch erstaunt es mich immer wieder, wie akzeptabel diese rohen und groben Raster in den Bildern wirken können. Auch ist der Tonwert der Seiten endlich ein wesentlich angenehmerer als es vorher der Fall gewesen ist. Wieder ein Schrittchen in Richtung Professionalität. Hinsichtlich der Geschichte torkelte Rotkäppchen immer noch zwischen Sinn und Unsinn hin- und her, aber auch wenn sie sich noch nicht entscheiden konnte, trug die Geschichte zu ihrer Persönlichkeitsbildung bei ;)

Und wieder kam für die Fortsetzung der Geschichte in Rotkäppchen IV nur ein nahtloser Anschluß an das Ende von Rotkäppchen III in Frage. Und besonders dem nervenden Nachfragen gewisser Zwerge (Danke, Xan), ist es zu verdanken, daß Rotkäppchen nicht im Malstrom des "Joe P."-Comics versank. Und damit, nachdem auch im Forum zu den ersten Panelen leichte Detaillfragen mit harten Argumenten diskutiert worden sind, kann es jetzt mit der Geschichte weitergehen. Diese wird nun also Panel für Panel gesetzt, nicht nur um auch ein Vorwärtskommen trotz der Arbeit an anderen Sachen zu ermöglichen, sonder auch, um mir die Möglichkeit zu geben, die Intention von Rotkäppchen auszuarbeiten.

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